Wieder gelesen

Bücher, entstaubt

Politik | aus FALTER 24/09 vom 10.06.2009

Einstweilen wird es Mittag

Was Arbeitslosigkeit einst bedeutete, beschrieben die Wiener Sozialforscher Marie Jahoda, Paul F. Lazarsfeld und Hans Zeisel in den "Arbeitslosen von Marienthal". Fernab von Soziologendeutsch skizzieren sie, wie das heutige Gramatneusiedl nach der Schließung einer Fabrik darnierdergeht. Die Forscher messen die Schrittgeschwindigkeit der Männer (langsam) und Frauen (schnell), sie werten Briefe ans Christkind aus, analysieren Einkaufszettel und beschreiben akribisch, wie Arbeitslosigkeit am Vorabend der nationalsozialistischen Machtergreifung den Menschen entwürdigt. Florian Klenk

Jahoda, Lazarsfeld, Zeisel: Die Arbeitslosen von Marienthal. Suhrkamp, 148 S., € 7,50

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FALTER 50/18

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