Die stille Revolution

Medien | aus FALTER 24/09 vom 10.06.2009

Die Notebooks werden zum ständigen Begleiter. Ihre rasante Verbreitung hebt auch die Grenzen zwischen Freizeit und Arbeit auf

Bericht: Martin Gantner

Der Mann an der Buchausgabe der Österreichischen Nationalbibliothek zuckt angesichts der genervten Studentin unbeholfen mit den Schultern. "Tut mir leid, aber das Internet muss überlastet sein." Die Funkverbindung ist unterbrochen. Das Problem sind die zu vielen Studierenden, die alle gleichzeitig eines wollen: surfen - um zu lernen, um sich abzulenken oder um zu arbeiten. Die Welt dieses Bibliothekars besteht aus Lexika, Signaturen, Zettelkästen und Katalogen, mit Laptops, die ihren Weg ins Internet nicht finden und mit überlasteten Leitungen möchte er möglichst nichts zu tun haben. "Bitte wenden Sie sich an den Informationsschalter. Wir sind hier nur die Entlehnung und Buchrückgabe", sagt er schon fast flehend.

Ob es dem Bibliothekar nun recht ist oder nicht, die vielzitierte digitale Revolution findet statt. Keine fünf Meter von der

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