Laptop-Typ 4: der Workaholic

Medien | aus FALTER 24/09 vom 10.06.2009

Sie kaufen ein Ticket via Handy, schreiten eiligen Schrittes über den Bahnsteig und fahren erster oder zweiter Klasse mit dem Zug. Wohin ist egal. Auf dem Weg dorthin wird jedoch gearbeitet. Der Blick aus dem Fenster - bloße Zeitverschwendung. Das Netbook lässt auf dem Klapptisch sogar Platz für Arbeitsutensilien, Handy oder Kaffee. Ständiges Werkeln und Surfen für all jene, denen ein Smartphone zu klein und ein Notebook zu schwer oder zu teuer sind. Der Erfolg des ersten Netbooks, des Eee PC der Firma Asus, wurde anfangs noch belächelt, später jedoch ehrfürchtig verfolgt und vielfach kopiert. Mittlerweile sind alle großen Hersteller auch im Netbook-Segment tätig. Experten rechnen heuer mit einer beinahe Verdoppelung des Absatzes (zwölf Millionen im Jahr 2008). Einzig Sony und Apple sind noch nicht ins Geschäft eingestiegen. Sie fürchten Umsatzeinbußen. Jeder fünfte frühere Notebook-Käufer entscheidet sich heute für das kleinere Netbook. Sie sind billiger (zwischen 300 und 600 Euro), leichter (ein bis zwei Kilogramm), und die zweite Generation verfügt bereits über 10-Zoll-Bildschirme mit einer praxistauglichen Auflösung von 1024 x 600 Punkten. Nachteile: Vielschreiber müssen sich erst an die kleineren Tastaturen gewöhnen, die Akkulaufzeit schwankt je nach Anbieter zwischen drei und acht Stunden und die Prozessorleistung reicht bestenfalls für einfaches Surfen, gängige Büro- und Multimediaufgaben. MG


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige