Codename Kasimir: Von Moskau in die Batlintina

Feuilleton | aus FALTER 24/09 vom 10.06.2009

Mit der in der Albertina ausgestellten Sammlung Batliner ist eine der größten internationalen Kunstaffären nun auch in Wien angekommen

Recherche: Herwig G. Höller

Für die Albertina ist das jetzt eine Sternstunde", jubilierte Albertina-Direktor Klaus Albrecht Schröder Ende Mai bei einer Pressekonferenz. Erstmals in der fast 250-jährigen Geschichte verfüge sein Museum über eine permanente Schausammlung. "Das ist nur möglich gewesen, da wir im Jahr 2007 das unglaubliche Glück hatten, die Sammlung Batliner zu bekommen." Diese macht mehr als 95 Prozent der Dauerschau aus (den Rest steuerten unter anderen die Sammlung Forberg und der Chemiker Carl Djerassi bei).

Ob dieses Glück wirklich so unglaublich ist, bezweifeln zahlreiche Wiener Museumsdirektoren und Galeristen im Gespräch mit dem Falter, wollen allerdings - auch das gehört zum österreichischen Kulturbetrieb - nicht namentlich zitiert werden. Unter den Befragten herrscht freilich ein relativ weit gehender Konsens, dass es sich


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