Eine Hymne für Uschi Obermaier

Feuilleton | aus FALTER 24/09 vom 10.06.2009

Wieder hip: Die New Yorker Gitarrenrockinstitution Sonic Youth erlebt derzeit eine Renaissance

Würdigung: Sebastian Fasthuber

Es ist einfach Rockmusik", stellten die jungen Tocotronic vor fast 15 Jahren einmal fest. Wissend, dass auch das Gegenteil gilt: Gerade solche Rockmusik, die wie lässig aus dem Ärmel geschüttelt klingt, ist oft das Produkt kleinteiliger Arbeits- und Reflexionsprozesse.

Davon könnten auch die sorgfältig präparierten Gitarren von Sonic Youth ein Lied singen. Vielleicht ein Grund für die anhaltende Beliebtheit dieser Band: Ihr angeschrägtes Spiel klingt so, als würde es sich problemlos mit Freunden im Proberaum nachstellen lassen.

Ein Irrtum, der viele hoffnungsfrohe Combos schnell wieder entmutigt hat. Es hört sich eben beileibe nicht so toll wie das Original an, sondern nur wie schiefes Geschrammel, wenn man versucht, die New Yorker Hipster-Füchse zu kopieren.

Sonic Youth verfügen über bald 30 Jahre Erfahrung im Austarieren von Lärm und Melodie, und diese


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