"Die Situation bleibt bedrohlich"

Feuilleton | aus FALTER 24/09 vom 10.06.2009

Christian Scheib, der neue Chef des RSO Wien, über die Zukunft dieses (noch) ORF-eigenen Orchesters

Interview: Carsten Fastner

Seit Ende April ist Christian Scheib (geb. 1961) Manager und künstlerischer Leiter des Radio-Sinfonieorchesters Wien (RSO), zusätzlich zu seinem Posten als Musikchef bei Ö1. Eine Doppelbelastung in schwieriger Zeit: Die aktuellen Sparpläne des ORF gefährden wieder einmal den Fortbestand des international renommierten Klangkörpers, der sich auf selten gespieltes Repertoire und die musikalische Moderne spezialisiert hat; von Ausgliederung und sogar von Auflösung ist die Rede, Konkretes wurde aber noch nicht genannt (siehe Falter 21/09).

Scheibs Vorgängerin Christiane Goller hatte offiziell deswegen nach nur drei Monaten das Handtuch geworfen. Der Abgang des Chefdirigenten Bertrand de Billy stand jedoch bereits vor der aktuellen Diskussion fest. Ihm folgt ab September 2010 der deutsche Dirigent Cornelius Meister.

Falter: Wofür braucht das Land ein Rundfunksinfonieorchester?


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