Diese Woche haben wir gelernt

Bemerkenswerte Stadt-Begebenheiten

Stadtleben | aus FALTER 24/09 vom 10.06.2009

... dass Sexarbeiterinnen Lust auf ihre Rechte haben. Am internationalen Hurentag vergangenen Dienstag forderten Prostituierte die Umsetzung der Menschen-, Frauen-, Arbeits- und Asylrechte in ihrem Gewerbe. So beklagen sie, dass Prostituierte Steuern zahlen, aber keinen Anspruch auf Arbeitslosen- oder Pensionsgeld hätten. Beenden etwa Migrantinnen die Prostitution, werden sie sofort abgeschoben - denn das Arbeitsverhältnis ist ja vorbei. Somit bleibe der Staat der größte Zuhälter, sagen Kritiker.

... dass die Euro den Rechnungshofpräsidenten Josef Moser noch immer beschäftigt. In einem Standard-Interview forderte er die exakte Abrechnung der vorjährigen Europameisterschaft. Die tatsächlichen Kosten überstiegen die geplanten weit; Verluste fielen höher aus als erwartet. So machte die Fanzone Rathausplatz ein Minus von etwa 25.000 Euro, und der Bau des Wörthersee-Stadions hat 12,12 Millionen mehr gekostet als gedacht. Und trotz hoher Investitionen bleiben die Stadien heute leer.

... dass ein bestimmter Asylantrag für Zorn und Empörung sorgt. Einer der verdächtigen Täter des Sikh-Attentats wurde aus der U-Haft entlassen und sofort in Schubhaft genommen. Der 33-Jährige befindet sich illegal im Land und soll daher abgeschoben werden. Nun stellt er jedoch einen Asylantrag, aus Angst, in seiner Heimat umgebracht zu werden. Das regt BZÖ-Justizsprecher Ewald Stadler auf: "Österreich ist kein Aufmarschgebiet für säbelschwingende Religionskrieger."

... dass Musik hören geistig fit machen soll. Für eine laufende Studie des Döblinger Instituts für Psychosomatik spielt die Musikforscherin Vera Brandes ihren Probanden selbstkomponierte MP3s vor. Das soll das Gedächnis anregen und Demenz verhindern.


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