Kommentar

Festwochen 2009: mehr Theater als Musik, mehr Welt als Literatur

Kultur

Falter & Meinung | Wolfgang Kralicek | aus FALTER 25/09 vom 17.06.2009

Was der Wiener von seinen Festwochen mitbekommt, hat mit dem, was dieses Festival ausmacht, wenig zu tun. Die Eröffnungsfeier - heuer unter anderen mit Wolfgang Ambros und Juliette Gréco - lockte zwar wieder zigtausende auf den Rathausplatz, aber in den darauffolgenden fünf Wochen waren bei den Festwochen weder Ambros noch Gréco noch irgendein vergleichbarer Künstler im Einsatz. Auch die multikulturellen Stadtteilfeste, die im Rahmen der Reihe "Into the City" stattfinden, ändern nichts daran, dass die Festwochen in erster Linie ein Hochkulturfestival sind, das sich an ein interessiertes Publikum richtet.

Die Festwochen waren heuer stärker denn je auf das Schauspiel fokussiert; mit nur drei Produktionen war das Musiktheaterprogramm so kümmerlich bestückt, dass der dafür zuständige Direktor, Stéphane Lissner, sich die immer lauter werdende Frage gefallen lassen muss, wofür er eigentlich bezahlt wird.

Das Schauspielpublikum aber konnte sich dieses Jahr weder über Qualität noch


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