"Wählt euch doch selbst!"

Politik | aus FALTER 25/09 vom 17.06.2009

In Wien streiten die Grünen darüber, was die Partei unter einer Öffnung versteht

Bericht: Ingrid Brodnig

Das grüne Pflänzlein wächst nicht mehr, seine Blätter vertrocknen. Die EU-Wahl war die sechste Wahl in Folge, bei der die Partei Stimmen verlor. Als Reaktion kündigte Vorsitzende Eva Glawischnig noch am Wahlabend an, dass sie rasch die angekündigte Parteireform umsetzen wolle. Mehrfach nahm die Parteichefin das Wort "Öffnung" in den Mund - die Grünen sollen sich öffnen, damit neue Menschen bei ihnen andocken können.

In Wien versuchen zur selben Zeit circa 300 Menschen, bei der Partei anzudocken. Sie stoßen nicht nur auf Freude - sondern vielfach auf Skepsis, Ablehnung und sogar Häme. Die Parteispitze und ihre Basis, das war bei den Grünen schon immer eine schwierige Geschichte, da einfache Mitglieder auf den Landesversammlungen die Spitzenkandidaten wählen und selbst Parteipromis von der Liste streichen können.

Diesmal kommt der Aufstand aber von außen statt von innen.


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