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Pressekolumne

Medien | Nina Horaczek | aus FALTER 25/09 vom 17.06.2009

Gute Nachrichten verkaufen sich angeblich nicht so gut. Wer aber das Interview, das Conny Bischofsberger im Kurier am Sonntag mit dem ÖVP-Politiker und Vorzugsstimmenkaiser Othmar Karas gelesen hat, kann das kaum glauben. Abgesehen davon, dass es immer wieder beeindruckend ist, was die Journalistin Bischofsberger der Polit-Prominenz des Landes aus der Nase zieht -Alexander Van der Bellen plaudert in seinem Garten gerne mit Fröschen, und Karl-Heinz Grasser ließ sich von ihr sogar ins Dekolleté blicken -, ist das Interview diesmal besonders charmant. Da hat Karas, den man vorher, wenn überhaupt, nur als fleißigen, mausgrauen Sachpolitiker kannte, zum ersten Mal "in der Politik das Gefühl, dass alles aufgeht, dass alles einen Sinn gemacht hat", während ihm seine Frau einen "Herbalife-Shake hinstellt", denn: "Er isst so unregelmäßig, da ist alles drin." Das ist zwar eine überraschend späte Erkenntnis, schließlich ist Karas schon seit 1983 in der Politik. Aber andererseits gibt es sicherlich genügend andere Kollegen, die so etwas nie erleben.


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