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Medien | aus FALTER 25/09 vom 17.06.2009

Das neue iPhone: Kein Meilenstein, aber das ist okay

Prüfbericht: Thomas Vašek

Preisfrage: Wie perfektioniert man ein perfektes Produkt? Ganz einfach: Man macht es noch ein wenig vollkommener. Die Steigerungsform mag sprachlich unzulässig sein. Technologisch gesehen sind Superlative immer relativ. Ein bisschen mehr, ein bisschen schneller, ein bisschen nutzerfreundlicher geht immer. Apples neues iPhone 3G S ist keine Revolution. Aber dank besserer Software geht die Bedienung noch ein wenig flotter von der Hand - das "S " steht für Speed. Statt 8 Gigabyte hat das neue iPhone 16 bzw. 32 Gigabyte Speicherkapazität. Es kommt mit einer verbesserten 3-Megapixel-Kamera, einem digitalen Kompass und Spracherkennungsfunktionen, um das Phone per Stimme zu steuern.

Ansonsten sieht das iPhone der dritten Generation genauso aus wie das Vorläufermodell. Keine bahnbrechende Innovation also - aber wahrscheinlich wird das Apple reichen, sich den angekündigten iPhone-Killer Palm Pre vom Leib zu halten. Mit dem iPhone hat Apple den Standard für Smartphones gesetzt. 20 Millionen Geräte hat der Hersteller bislang verkauft. Der geniale AppStore, bei dem man zehntausende Gratisprogramme herunterladen kann, sichert weiter Apples Vormachtstellung. Und Leute wie ich, die dem iPhone-Hype bislang die kalte Schulter gezeigt haben, könnten sich jetzt von den günstigeren Preisen für das ältere Modell überzeugen lassen. Das gleiche Produkt billiger - auch eine Form von Perfektion.

Thomas Vašek ist Chefredakteur des PM-Magazins und rezensiert für den Falter jede Woche Mediengadgets.


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