"Mit Habermas kann man nicht streiten"

Feuilleton | aus FALTER 25/09 vom 17.06.2009

Die Politologin Sonja Puntscher-Riekmann und der Philosoph Franz Schuh streiten über Jürgen Habermas

Moderation: Matthias Dusini; Klaus Nüchtern

Jürgen Habermas 80 Jahre alt. Wie nur wenige Denker hat er das intellektuelle Leben im Deutschland der Nachkriegszeit reflektiert und mitbestimmt. Anlass genug, die in Salzburg lehrende Politologin Sonja Puntscher-Riekmann und den Wiener Publizisten und Philosophen Franz Schuh zu einem Streitgespräch einzuladen.

Falter: Kommen wir zunächst einmal auf die EU-Wahlen zu sprechen: In Habermas' jüngstem Buch "Zwischen Naturalismus" ist auch ein Aufsatz mit dem schönen Titel "Eine politische Verfassung für die pluralistische Weltgesellschaft?" enthalten. Diese dürfte freilich nicht unbedingt die Wahlmaxime der Europäer gewesen sein, oder?

Sonja Puntscher-Riekmann: Diese Wahlen fanden ja in einer ganz konkreten institutionellen Ordnung statt: Es gibt einen Vertrag. Und die Bürger und Bürgerinnen, die aufgerufen waren, ein Parlament zu wählen,


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