Die Stille nach dem Schluss

Feuilleton | aus FALTER 25/09 vom 17.06.2009

Ein Mann sucht seine Trauer: Antonello Grimaldis "Stilles Chaos" mit Nanni Moretti

Filmkritik: Michael Pekler

Irritierende Momente lassen ahnen, dass hier bald etwas passieren wird. Zwei Männer spielen am Strand mit dem Ball und streiten sich um Punkte und die Frage, ob es unter Brüdern überhaupt einen Schiedsrichter braucht. Ein Sommertag am Meer, und doch ist die Stimmung eigentümlich nervös. Tatsächlich drohen plötzlich zwei Frauen zu ertrinken, und für zwei mutige Retter ist nach ihrer Heimkehr nichts mehr, wie es war.

Denn Pietros Frau ist tot. Gestürzt mit einem Tablett Honigmelonen. Während ein Leben gerettet wurde, ist ein anderes gegangen. Vergeblich hat seine kleine Tochter versucht, Pietro zu erreichen, doch das wird einem erst später wieder einfallen, wenn sie von ihrem Onkel ein Mobiltelefon geschenkt bekommt. Pietro und das Mädchen bleiben zurück, aber nicht in Trauer, sondern im stillen Chaos.

"Caos calmo" ("Stilles Chaos") ist ein Roman des italienischen Erfolgsautors


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