Pendelschwingen mit Lee Perry

Feuilleton | aus FALTER 25/09 vom 17.06.2009

Die Wiener Dubblestandart halten seit 20 Jahren die Dub-Fahne hoch. Gehör finden sie vor allem im Ausland

Porträt: Sebastian Fasthuber

Bekannt zu sein in der Welt bedeutet im Umkehrschluss nicht unbedingt, weltberühmt in Österreich zu sein. Paul Zasky kommt gerade aus New York, wo er das neue Album seiner Band Dubblestandart präsentiert hat. Die Wiener genießen in der Dub/Reggae-Community einen guten Ruf und arbeiten laufend mit internationalen Szenegrößen zusammen.

Und daheim? "Ich treffe immer wieder Leute, die mich fragen, ob's uns überhaupt noch gibt", sagt Zasky. "Und das meistens, wenn ich grad auf Wolke sieben von irgendwo zurückkomme. In so einem Moment stürze ich kurz ab, aber so ist es halt. Hier herrscht die Meinung: Bei Dubblestandart kommen eh keine Leute, buchen wir lieber eine klassische Reggaeband."

Dubblestandart machen aber keine Reggae-, sondern Dubmusik. Nicht Bob Marley ist der Hausheilige des seit den späten 80ern in unveränderter Besetzung groovenden Quartetts,

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