In der Toskana träumen wir von Hadersdorf"

Feuilleton | aus FALTER 25/09 vom 17.06.2009

Der Schweizer Künstler Daniel Spoerri eröffnet im niederösterreichischen Hadersdorf ein Museum, das keines sein soll

Interview: Julia Kospach

Es ist ein geschäftiger Tag im niederösterreichischen Hadersdorf am Kamp. Daniel Spoerri geht durch die Räume und Höfe seiner beiden Ausstellungshäuser, in denen allerorten gehämmert, gemörtelt und geklopft wird. Er spricht mit dem Tischler, er spricht mit dem Installateur, er berät sich mit seiner Architektin, und er diskutiert mit der jungen Slow-Food-Akademie-Absolventin, die das kleine Lokal führen wird. Wohin der Herd, wohin die Vitrinen? Im Garten, im großen Schuppen und im ehemaligen Schweinestall sind schon viele große Spoerri-Bronzen aufgestellt. "Schauen Sie sich ruhig überall um", ruft Spoerri herüber.

Das Interview selbst findet dann am Abend in Daniel Spoerris Wiener Wohnung am Naschmarkt statt: Zwischen afrikanischen Fetischfiguren und Masken, Spoerri-Assemblagen an der Wand und bei Tee mit frischem Ingwer und Zitrone.

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