Warten auf Inspektor Columbo

Feuilleton | aus FALTER 25/09 vom 17.06.2009

Ein Mord und viele, überschaubare Welten: die Bilanz der Venedig Biennale. Österreich schnitt nicht gut ab

Rundgang: Matthias Dusini

Kalt glänzen die Silos im matten Sonnenlicht. Langsam löst sich die Kamera von der Scheune und streift über die Prärie der US-amerikanischen Great Plains. An der weißen Fassade des landwirtschaftlichen Gebäudes ist ein Mann zu erkennen, der in monotonen Bewegungen schwarze Farbe aufträgt. Sechs Tage in der Woche, von morgens bis abends, 2038 wird er damit fertig sein.

Der in Wien lebende irische Künstler John Gerrard zeigt auf der Laguneninsel Isola Certosa einen düsteren Film über die Industrialisierung der Natur und die Denaturierung des Menschen. Gänzlich aus digitalen Bildern zusammengesetzt, demonstriert "Oil Stick Work" (2008) auch die schöpferische Kraft der neuen Computertechnologie, die Wetter machen und es Nacht werden lassen kann.

Stunden später wird die Sonne hinter dem virtuellen Horizont verschwunden sein. Und die Erde war wüst und


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