Stadtrand

Urbanismuskolumne

Stadtleben | Joseph Gepp | aus FALTER 25/09 vom 17.06.2009

Über Zecken und (viele) andere Todesdrohungen

Jetzt ist es amtlich: Eine Studie rügt den Umgang der Österreicher mit Zecken und der von ihnen ausgehenden Gefahr. "Unwissend und nachlässig" sei der Pöbel, wie die Autoren angemessen vorwurfsvoll meinen. War ja klar, dass dieses notorisch desinteressierte Volk auch diese Gefahr unterschätzt. So wie den lungenzerfressenden Feinstaub. Die verhängnisvollen Transfette. Das todbringende Passivrauchen. Den herzinfarktfördernden Amateursport (und: die fettleibigkeitsfördernde Absenz an Amateursport). Die Giftpartikel am Filet, das verlogen knusprig vom Grillrost winkt. Das unfallwahrscheinlichkeitserhöhende Telefonieren am Fahrrad und im Auto. Das komatöse Trinken. Die sich rasend ausbreitende Schweinegrippe. Die Brandgefahr beim Gebrauch von Wunschlaternen auf Sommer- und Hochzeitsfesten. Das waren jetzt nur Meldungen der letzten Tage. Sie sind noch nicht daran gestorben? Dann essen sie schnell eine möglichst schwarze Grillwurst, inhalieren Sie den Duft der Südostangente, und rauchen Sie in Ruhe eine. Es könnte die letzte sein.


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