Clash der Kulturen - warum es im Museumsquartier so oft Stunk gibt

Stadtleben | Matthias Dusini | aus FALTER 25/09 vom 17.06.2009

Im Zentrum der Auseinandersetzung steht einmal mehr Wolfgang Waldner, seit 1999 Geschäftsführer der MQ-Errichtungs- und Betriebsgesellschaft. Der ehemalige Leiter des Österreichischen Kulturinstituts in New York hat die Aufgabe eines Facility-Managers, muss also dafür sorgen, dass die Infrastruktur in dem Kulturareal in Ordnung ist, die Betriebskosten richtig abgerechnet werden und die Hausordnung eingehalten wird. Zahlreiche Interessen prallen hier aufeinander: Das Ruhebedürfnis der Anrainer verträgt sich nicht mit dem Soundpegel der Gastronomie, die Mitarbeiter der Museen treten in die Pisslacken von Besuchern, die miteinander konkurrenzierenden Institutionen drängen sich mit ihren Werbebotschaften nach vorne - in den von Waldner administrierten öffentlichen Raum.

Von Anfang an setzte Waldner auf Standortmarketing, das das MQ als Bühne für ein buntes, urbanes Treiben verkaufte. Mit Schlagwörtern wie "Kulturschock" wird es als Ort verkauft, an dem sich Hoch- und Populärkultur


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