Einfach rollerskaten

Stadtleben | aus FALTER 25/09 vom 17.06.2009

Wie Blinde und Sehende auf der Donauinsel gemeinsam sporteln

Reportage: Christoph Heshmatpour

Es ist eine fortschreitende Netzhauterkrankung, die Christine Wieland das Augenlicht raubt. Deshalb verbindet sie beim Rollerskaten ein kurzes Seil mit einer sehfähigen Begleitperson. Doch wer hier wen führt, ist nicht sofort klar, wenn Christine Wieland über die Donauinsel flitzt.

Sie ist eine resolute Frau, die sich von der "Retinitis Pigmentosa", die sie seit einigen Jahren langsam erblinden lässt, nicht den Spaß verderben lassen will. "Als späterblindete junge Frau kriegst eh eine auf den Deckel", sagt sie und engagiert sich deshalb bei der Hilfsgemeinschaft der Blinden und Sehschwachen Österreichs, die eine Freizeitplattform ins Leben gerufen hat. Hier verabreden sich Blinde, Sehbehinderte und Sehende, um gemeinsam Sport zu machen.

Gemeinsam sporteln

Sie waren in den vergangenen Monaten zum Beispiel auf Tandemrädern radeln, im Klettergarten oder in der Bowlinghalle. Im Juli steht ein Ausflug

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