Fest und gut verwahrt?

Stadtleben | aus FALTER 25/09 vom 17.06.2009

Die Bank-Austria-Filiale von Adolf Loos wird geschlossen. Ein Einspruch

ArchitekturKritik: Jan Tabor

Der Eingang hat altägyptische Dimensionen. Und das Aussehen einer Pharaonengrabkammer. Neun Meter hoch und fünf Meter breit, aus schwarzem Granit, die Stelen kanneliert, alles hochglanzpoliert, mit hellleuchtenden Partikeln, die an Gestirne eines ewigen Nachthimmels erinnern. Eine zeitlose Kostbarkeit.

Mariahilfer Straße Nummer 70, Ecke Neubaugasse, ein elegantes Spätjugendstilhaus von 1914, Architekt Leopold Fuchs, wie auch beim Jugendstilhaus gegenüber.

Eines Nachts 1968 machte hier der junge Architekt Friedrich Kurrent einen bemerkenswerten Fund - er entdeckte ein unbekanntes Bauwerk von Adolf Loos. Es war eine Filiale der Zentralsparkasse der Stadt Wien.

Die Freude über die Entdeckung war geteilt. Die Bewunderer freuten sich ungemein. Die Verantwortlichen (heute: Manager) der damals gemeindeeigenen Zentralsparkasse und des amtlichen Denkmalschutzes dagegen gar nicht. Sie verlangten


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