Was fährt denn da?

Mobilitätskolumne

Stadtleben | aus FALTER 25/09 vom 17.06.2009

Im Rückspiegel ein Hummer

Bericht: Martin Gantner

Mag sein, dass es politisch nicht korrekt, ökologisch nicht sinnvoll und ökonomisch ein Desaster ist, doch mit Vernunft allein ist dieser Dreitonner nicht zu erklären. Das ist es wohl, was Sozialpsychologen kognitive Dissonanz nennen: das zweifelhafte Talent, sich grausliche Dinge als attraktiv, unnötige Dinge als alternativlos und ein klobiges Auto als elegant schönzureden.

Schließlich gibt es neben satter Managergehälter oder der Wall Street nur wenige Synonyme, die so sehr für den Wahnsinn der vergangenen Jahre und für die gegenwärtige Finanz- und Wirtschaftskrise stehen können: Der Hummer 2 aus dem Hause General Motors gehört zweifelsohne dazu. Ein Sinnbild für verfehlte Autopolitik, Maßlosigkeit, Größenwahn sowie ökonomischen und ökologischen Irrsinn. Ein Widerspruch auf Rädern. "Trotzdem", sagt Stefan Bajkó. Und irgendwie hat Stefan Bajkó Recht.

Bajkó ist Taxifahrer seit den späten 70er-Jahren, und er fährt das


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