Wie ein wilder Steirer

Steiermark | aus FALTER 25/09 vom 17.06.2009

Landeshauptmann Franz Voves legt sich mit Krone, Kanzler und Kapitalisten an. Warum bloß?

Analyse: Donja Noormofidi, Gerlinde Pölsler

Als "ZiB 2"-Anchorman Armin Wolf vergangene Woche den steirischen SP-Landeshauptmann Franz Voves in der Leitung hatte, tat sich selbst der wortgewandte Moderator schwer. Voves hatte nach dem SPÖ-Desaster bei den EU-Wahlen in seiner Dauerkritik an Kanzler Werner Faymann noch einmal nachgelegt, vor dem eingespielten Bild des Uhrturms ließ sich Voves im Fernsehinterview kaum stoppen. "Sie laufen ja mit dem Kopf gegen die Wand", formulierte Wolf, und schließlich: "Sie sind zwar Eishockey-Spieler, ich muss Sie jetzt aber bremsen." Worauf Voves wieder wortreich ansetzte, bevor jemand beherzt die Leitung nach Graz kappte. Einmal mehr hatte Voves sein Image als ehemaliger Puch-Arbeiterbua und roter Revoluzzer gepflegt.

Voves legt sich derzeit mit halb Österreich an: Bezeichnet die Methoden der Kronen Zeitung als demokratiegefährdend, setzt Kanzler Werner Faymann

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