Performance Tipp

King Kong als Schauspieler, ein Film als Performance

Lexikon | aus FALTER 25/09 vom 17.06.2009

Toxic Dreams ist immer für eine Überraschung gut. Im Rahmen eines "Theaterzyklus" untersucht die Gruppe seit Jahren bestimmte Fragestellungen des zeitgenössischen Theaters (Realismus, Interpretation, Schauspieltechnik etc.). Die zweite Folge der Reihe heißt "Kongs, Blondes, Tall Buildings" und widmet sich dem Filmklassiker "King Kong". Das ist die erste Überraschung. Die zweite: Statt einer Performance wird ein Film gezeigt. Nach einem kurzen Livevorspiel, einer Art "Making of" mit Regisseur Yosi Wanunu und den Schauspielerinnen Irene Coticchio und Anna Mendelssohn, wird der Theaterraum zum Kinosaal.

In einer aufwendig gefakten Dokumentation mit allem Drum und Dran wird die Geschichte der King-Kong-Figur analysiert, wobei der Witz darin besteht, dass Kong hier als reale Figur dargestellt wird: ein Schauspieler, der zeitlebens auf ein Rollenbild festgelegt war. Premiere war im Dezember 2007, im Zuge der Schlussverkaufsreihe "Alles muss raus" (Eintritt: € 4,99!) steht "Kongs, Blondes, Tall Buildings" diese Woche nochmals auf dem Spielplan. Man kann sich schon fragen, was dieser Abend ausgerechnet in einem Theaterzyklus zu suchen hat. Man kann aber auch einfach nur seinen Spaß daran haben. WK

brut im Künstlerhaus, So 19.30 und Mo 20.30


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