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Ich Bin Zu Dritt: Schluss mit Vorruhestand

Lexikon | aus FALTER 25/09 vom 17.06.2009

Franz Bröckels erstes Debütkonzert liegt gut drei Jahrzehnte zurück. Der Sänger und Gitarrist gab damals den Frontman der Vorarlberger Punkband Chaos, die österreichweit eine der ersten ihrer Art war und durch ihre Anbindung an die agile Schweizer Szene auch über die Landesgrenzen hinaus auffällig wurde. Auf Chaos folgten die stärker melodieorientierten Indierocker Passepartout. Mit ihren übersiedelte Bröckel nach Wien, wo er im Blue-Box-Umfeld heimisch wurde. Im Wohnzimmer der Wiener Mittachtziger-Szene dürfte er auch erstmals dem langjährigen Falter-Musikkritiker sowie Gelegenheitsschlagzeuger und -songwriter Chris Duller begegnet sein, mit dem der Vorarlberger jetzt sein von Peter Bellmond am Bass komplettiertes neues Trio Ich Bin Zu Dritt vorstellt.

Gesungen wird englisch, neue Songs stehen neben überarbeitetem Material von Bröckels 90er-Jahre-Band Inside Marilyn. Das Konzept dieser Debütanten mit Geschichte klingt vielversprechend: Strukturierte Gitarrenenergie wollen sie mit griffigen Melodien und minimalistischen Grundrhythmen verbinden, als Orientierungshilfen werden die Pixies, Sonic Youth, Gang Of Four und Joy Division genannt. GS

B72, Fr 22.00


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