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Kurz besprochen

Lexikon | aus FALTER 25/09 vom 17.06.2009

Romandebüt

Lukas Meschik: Jetzt die Sirenen. Luftschacht. 152 S., € 16,50

"Die absolute Zerstörung alles Absoluten" hat sich der Erzähler von Lukas Meschiks Text auf die Fahnen geschrieben. Man steigt nicht so recht dahinter, was genau schiefläuft, aber die Menschheit schrumpft mit rasanter Geschwindigkeit. In den Zwischenüberschriften wird die Weltbevölkerung von 7.000.000.000 auf null runtergezählt. Es könnte freilich gut sein, dass das Ganze nur Bilder im Kopf des Protagonisten sind, der als Archivar arbeitet und Film- und Fernsehaufnahmen sichten muss. So ließe sich auch besser erklären, warum er der Auslöschung relativ gelassen gegenübersteht. Und am Ende wird ohnehin alles eine Versuchsanordnung des Autors gewesen sein.

Meschik erweist sich als wortgewaltiger, vor keiner noch so großen und falschen Metapher zurückschreckender Schreiber, die Konstruktion des Texts als schönes Chaos. Manche Absätze sind toll, manche nicht auszuhalten. Der 21-jährige Wiener trägt sich


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