Kritik

Drei Horste und kein Ziel: Ewig kreist die Discokugel

Lexikon | Bettina Hagen | aus FALTER 26/09 vom 24.06.2009

Hinter dem langen Titel „Mensch Horst. Schon wieder eine Leiche unter der Sonne“ verbirgt sich ein 80er-Jahre-Ausstattungsbaukasten von einer Inszenierung, gemixt mit Posen und Floskeln aus Kriminalfilmen und appetitlicher Musik, dessen Einzelteile nie wirklich zueinander finden. Regisseurin Barbara Hörtnagl, im letzten Jahr Finalistin des Nachwuchswettbewerbs in der Drachengasse, gibt ihren drei ambitionierten Horsten eine Menge mit auf die Mörderjagd. Das abgehackte Agieren entlang zielloser Stränge lässt die Aufmerksamkeit des Publikums bei anhaltender Discokugel-Stimmung schweifen: vom türkisen Teppich über die leiwanden Eighties-Kostüme zu kreisförmig rasiertem Brusthaar. Aber war da sonst noch was?

Theater Drachengasse, Bar & Co, Fr, Sa 20.00


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