Kommentar

Sind wir antisemitisch? Eine Klarstellung in eigener Sache

Antisemitismus

Falter & Meinung | Florian Klenk | aus FALTER 26/09 vom 24.06.2009

Geht der Falter dem Diskurs von Antisemiten auf den Leim? Will er verständnisvoll über Schüler berichten, die in Auschwitz durchdrehen?

Zwei Beiträge in diesem Blatt haben unsere Leser empört: ein Interview mit dem US-Politologen Norman Finkelstein („Die Holocaust-Industrie“) und eine Reportage aus dem Gymnasium Albertgasse, in dem wir dem unsäglichen Treiben von Schülern in Auschwitz auf den Grund gingen.

Der Falter, so schrieben etwa die ORF-Journalistin Danielle Spera und der Herausgeber der Zeitschrift Nu, Peter Menasse, in einem Leserbrief, fühle sich offenbar „herausgefordert, Verständnis zu erwirken“ für die Exzesse in Auschwitz. Karl Pfeifer, Holocaustüberlebender und einer der wichtigen Mahner im Land, kritisierte in der Furche, der Falter habe „kommentarlos“ ein Interview mit Finkelstein gedruckt, „das wortgleich auch in einem rechtsextremistischen Blatt hätte erscheinen können“.

Zeit für eine Klarstellung. Erstens: Finkelstein, Sohn von Holocaustüberlebenden,


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