Wertungsexzess

Hero der Woche: Josef Friedl

Politik | aus FALTER 26/09 vom 24.06.2009

Der Ungenacher Priester widersetzt sich konsequent der Scheinmoral der Kirche

Ein Revoluzzer war Josef Friedl immer schon. In den 70ern trug er lange Haare und schlich sich nächtens in Linz aus dem Priesterseminar. Vergangenes Jahr sorgte er sich (auf Wunsch der ÖVP, die ihn später im Stich ließ) um das Asylmädchen Arigona. Wenn die Leute in seiner Heimat Ungenach gegen Ausländer hetzten, dann droht er ihnen schon einmal mit dem Entzug des Segens. Nun zeigt Friedl erneut Rückgrat. Vergangene Woche zitierte der Linzer Bischof eine Erklärung, die Friedl angeblich nach Rom übersandt hatte. Friedl habe „im Gebet“ erkannt, dass er zu seinem zölibatären Leben zurückkehren müsse. Er werde die (seit langen Jahren bekannte) Beziehung zu seiner Rosi deshalb in dieser Hinsicht beenden. „Davon weiß ich nichts“, sagt Friedl standhaft. Auch Jesus wusste vom Zölibat übrigens noch nichts.


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