Mitten im Elften

Politik | aus FALTER 26/09 vom 24.06.2009

Simmering ist der tiefste Punkt Wiens – geografisch. Seit 1945 hält die SPÖ die Absolute in dem Arbeiterbezirk mit seinen 88.000 Bewohnern, doch die FPÖ legt in dem Bezirk mit den zahlreichen sozialen Problemen immer mehr zu. Bei der Wien-Wahl 2010 droht hier nach den letzten roten Wahlschlappen der Verlust der Absoluten und ein weiterer Aufstieg der Freiheitlichen. Bei den Nationalratswahlen 2008 fiel die Simmeringer SPÖ schon auf 43 Prozent, die FPÖ kam auf 30 Prozent. Auch bei den EU-Wahlen vor drei Wochen legten die Blauen auf 24 Prozent zu (plus 19), die Roten fielen um diesen Prozentsatz auf 33 – der rot-blaue Kampf um den elften Bezirk hat schon begonnen. Hier beträgt der Ausländeranteil 17 Prozent, die Arbeitslosenrate steigt – im Mai waren 4117 Simmeringer ohne Job. 73 Prozent der Simmeringer haben einen Pflichtschul- oder Lehrabschluss, die Akademikerquote ist mit 3,5 Prozent die niedrigste aller Bezirke. Das monatliche Nettoeinkommen der Bezirksbewohner liegt um 200 Euro unter dem Wiener Durchschnittseinkommen


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