Ja, wir können den Markt noch retten

Politik | aus FALTER 26/09 vom 24.06.2009

Zur rechten Zeit macht der deutsche Wirtschaftsweise Peter Bofinger grundvernünftige Vorschläge zur Rolle des Staats nach der Krise

Rezension: Markus Marterbauer

Der Staat rettet den Finanzkapitalismus vor dem Zusammenbruch, springt bei insolvenzgefährdeten Banken als Eigentümer ein und garantiert Anleihen für die Industriebetriebe. Das Ende der Marktwirtschaft? Die Mehrheit der Wirtschaftsforscher in Europa duldet die öffentliche Hand als Retter in der Not nur widerwillig, unmittelbar nach Ende der Krise müssen die Staatsanteile wieder privatisiert und das Normalprogramm der Wirtschaftspolitik fortgesetzt werden: Steuern und Staatsausgaben senken, Liberalisierung und Globalisierung vorantreiben, den Arbeitsmarkt und das Sozialsystem flexibler machen.

Peter Bofinger gehört nicht zu dieser Mehrheit. Als Mitglied des Sachverständigenrats zur Beurteilung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung und selbstbewusster Keynesianer erlaubt er sich in Deutschland seit Jahren eine akzentuierte


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige