Enthusiasmuskolumne

Diesmal: die beste Begegnung der Welt der Woche (und wie man sich dabei am besten verhält)

Feuilleton | Tex Rubinowitz | aus FALTER 26/09 vom 24.06.2009

Bring back the sixties, Mr. Crumb!

Letzten Samstag auf dem Flohmarkt, ich dachte, mich trifft der Schlag, wer kommt mir da entgegen? Ich glaube, nicht mal Vincent Gallo, David Lynch oder Phil Spector hätten so eine erstarrende Ehrfurcht bei mir ausgelöst, zumal Spector gerade sitzt, also gar keine Zeit für Flohmärkte hat – es ist Robert Crumb, der beste Zeichner aller Zeiten, wer etwas anderes behauptet, lügt, und ich wusste nicht, was zu tun ist, weil mich ja Autogramme nicht interessieren, zumal ich sowieso kein Papier oder so, sondern nur eine Single in der Hand hatte, geschenkt von einem Freund, und es war nicht mal eine Ragtime-Schellack, etwas, was, wie der Auskenner weiß, Crumb manisch hortet, aber was ich in den Händen hielt, war die unheilvolle Antipode, wenn die Scheibe eine Kugel wäre, es war ein vollkommen verblödeter DDR-Hit von 1979, Jürgen Hart, „Sing mei Sachse sing“ („Bis nunter nach Bulgarschen, tut er die Welt beschnarschen“), sollte ich ihm die unter


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