Ein Walzer mit Thomas Bernhard

Feuilleton | aus FALTER 26/09 vom 24.06.2009

Der Spätstarter Karl Schwamberger alias Laokoongruppe ist der neue Meister der Austro-Pop-Dialektik

Porträt: Gerhard Stöger

Hans Orsolics war 39, als er sein „potschertes Leben“ vertonte. Er zählt damit zu den Spätzündern des Austropop, verglichen mit Karl Schwamberger war der Boxer aber ein junger Hupfer, als er sein Sangesdebüt gab.

Schwamberger, der sich hinter dem bildungsbürgerlichen Pseudonym Laokoongruppe verbirgt, war bereits 44, als sein famoses erstes Album „Walzerkönig“ kürzlich endlich erschien. Der längst in Ottakring heimisch gewordene Oberösterreicher könnte also der Vater der 19-jährigen Soap&Skin sein, die das andere große Debüt des laufenden österreichischen Popjahres veröffentlicht hat.

Während man Soap&Skin die Herkunft ihrer Musik kein bisschen anhört, ist die Laokoongruppe ganz klar in Österreich geerdet. Bauernjazz und alpine Folklore prägen dieses spannendste Stück genuin alpenländischer Popmusik seit den frühen Attwenger; in der Diskursdisco

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