Schreie und Tränen: Ende einer Beziehung

Feuilleton | aus FALTER 26/09 vom 24.06.2009

Bergman unter Bobos: „Alle anderen“, mit Birgit Minichmayr und Lars Eidinger, bringt die Chronologie eines Liebeskriegs

Filmkritik: Maya McKechneay

Es gibt Dinge, die sollte man seine Freundin besser nicht fragen: „Findest du mich männlich?“ ist definitiv so ein Fall. Umgekehrt ist es keine gute Idee, den Partner mit der Frage zu löchern, ob er einen manchmal hasst. Und wann zuletzt. Und warum jetzt eigentlich genau.

Kuss um Kuss, Hieb um Hieb folgt Maren Ades „Alle anderen“ der Chronologie eines Liebeskriegs, geführt von der resoluten PR-Beraterin Gitti (Birgit Minichmayr) und Chris, einem idealistischen Architekten (Lars Eidinger). Beide haben mit über 30 einen Punkt erreicht, an dem sie sich eigentlich entscheiden könnten. Erwachsen zu werden, zu heiraten, Kinder zu kriegen. Weil ihnen aber der Mut fehlt, kreisen die beiden im sardischen Feriendomizil um sich selbst. Necken sich im zunehmend aggressiver werdenden Pärchenideolekt und erfinden seltsame Spiele.

„Schnappi“,


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