„Mich interessieren die Leut ja alle nicht“

Feuilleton | aus FALTER 26/09 vom 24.06.2009

Star-Interviewer André Müller erklärt, warum er Interviews macht, obwohl er eigentlich eine Ruh haben will

Interview: Klaus Nüchtern

Das Treffen mit André Müller in München wird per SMS noch kurzfristig bestätigt: Die Wetterlage ist so lala – also mit Pullover beim Chinesischen Turm im Englischen Garten. Und zwar in dem Eck mit dem Kinderspielplatz. Dort haben ein paar hundert Menschen Platz. Es sitzt an diesem Tag im Mai genau ein Mann dort – mit Riesenbrezn und einer Maß Bier. Das klassische „Herr Müller, nehme ich an?“ kann also schon mal entfallen.

Falter: Wie ist das eigentlich – könnte der Falter ein Interview bei Ihnen bestellen?

André Müller: Über Aufträge bin ich an sich froh, denn die Anbahnung von Interviews ist quälend, weil man da so lügen muss.

Wieso?

Müller: Weil man sagen muss, wie wahnsinnig man sich auf diese Begegnung freut. Was ja nicht stimmt. Während des Gesprächs ist das dann aber kein Problem mehr, weil ich den Gesprächspartner auf mein Niveau


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