Diese Woche haben wir gelernt

Bemerkenswerte Stadt-Begebenheiten

Stadtleben | aus FALTER 26/09 vom 24.06.2009

… dass der Tiergarten Schönbrunn irritiert. Denn zwischen Tieren und Besuchern finden sich bis Oktober etwa ein Giftfass im Aquarium, ein Autowrack im Nashornpark und eine Badewanne im Krokodilbecken. „Trouble in Paradise“ heißt die Aktion des Künstlerduos Steinbrener und Dempf, die für die Aktion „Delete!“ 2005 schon mal sämtliche Verkaufsschilder der Neubaugasse überklebten. Diese Aktion soll Umweltgefahren thematisieren.

… dass verfehlte Verkehrsplanung zu schrägen Ideen führt: Eine Standseilbahn soll den neuen Hauptbahnhof mit der künftigen U2-Station Gudrunstraße verbinden. Grund: Der neue Bahnhof soll nicht an die U2 angebunden werden. 40 Millionen soll das Projekt kosten, bis 2012 fahren.

… dass städtische Grillplätze gestürmt werden. Laut ORF sind sämtliche kostenpflichtige Plätze der Donauinsel für den gesamten Sommer ausgebucht. Daran ändert auch eine neue Gebühr von zehn Euro pro Grill nichts. Im Vorjahr gab es für 15 Plätze 2170 Reservierungen, damit frönten rund 45.000 Wiener dem Sommerspaß.

… dass andere Sommerspäße im Stadtzentrum stattfinden. Vergangenen Freitag kurvte eine Nacktradlerdemo von Critical Mass durch die Innenstadt, um auf die Benachteiligung der Radfahrer im Straßenverkehr aufmerksam zu machen. Ganz nackt waren freilich nur einige wenige, lustig war’s trotzdem.

… dass die Uni Wien sich jetzt für Touristen öffnet. Für fünf Euro sollen sie künftig durch die Hallen geführt werden. Immerhin handelt es sich um die älteste Universität des deutschen Sprachraums. Da muss es schon mehr zu sehen geben als die Mensa.


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