Was fährt denn da?

Mobilitätskolumne

Stadtleben | aus FALTER 26/09 vom 24.06.2009

Zeitgeist im Tank, Pudelhaube am Kopf

Bericht: Matthias G. Bernold

Am Wochenende fuhr ich mit dem neuen Mazda MX5 Roadster Coupé in die Südsteiermark, wegen der Kurven. Die Dame meiner Wahl war gleich begeistert. Als ich sie abholte, erschien sie im eleganten Kopftuch wie Sophia Loren, mit der größten Reisetasche der Welt und einem LCD-Fernseher mit 52 Zentimetern Bilddiagonale, den wir auf die Schnelle in ihrer Grazer Wohnung abliefern sollten. „Wie soll das jemals reinpassen, du Dummchen?“, lachte ich, „das ist ein Roadster und kein Pinzgauer!“

Bevor ich den Motor starten konnte, hatten sich also bereits drei Klischees realisiert: 1. Frauen reisen niemals leicht, 2. Frauen sind praktischer veranlagt als Männer, 3. Männer meinen immer, alles besser zu wissen.

Wie kam es zu dieser Häufung stereotyper Momente? Vielleicht liegt es am Cabriolet. Nicht jetzt konkret am MX5, sondern am Cabriolet als Idee. Entwicklungshistorisch ist das Fahrzeug ohne Dach nämlich von vorgestern. Bereits


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