Hauptsache Frou-Frou

Stadtleben | aus FALTER 26/09 vom 24.06.2009

Nicht so extravagant wie in Paris: die Wiener Mode der Ringstraßenzeit

Bericht: Christopher Wurmdobler

Was in England das Viktorianische Zeitalter oder in Deutschland die Gründerzeit, ist in Österreich die Ringstraßenzeit: die Belle Epoque. Um 1860 begann man mit der Bebauung des Wiener Rings, erst 50 Jahre später war sie abgeschlossen. Entsprechend aus der Mode waren schon viele Gebäude entlang des Prachtboulevards um die Innenstadt; typisch für die Stadt. Entsprechend aus der Mode war aber auch die Mode selbst, die das gehobene Bürgertum beim Ringstraßen-Corso, beim nachmittäglichen Promenieren zwischen Schwarzenbergplatz und Sirk-Ecke bei der Oper vorführte. Während in anderen Metropolen enggeschnürte Damentaillen oder Stoffanhäufungen überm Gesäß – der sogenannte Cul de Paris – längst passé waren, blieb die Wienerin bei der erprobten Silhouette.

Das Wien Museum hortet in einem Speziallager im elften Bezirk Kleiderschätze aus vielen Jahrhunderten. Mit 22.000 Kleidungsstücken


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