Schotten, Böhmen, Italiener

Stadtleben | aus FALTER 26/09 vom 24.06.2009

Der Schottenkeller hat wieder offen und ist jetzt Designercafé und Bierlokal

Michael Zattl hat gerade eine harte Zeit. 1000 Essen pro Tag, aber irgendwie läuft noch nichts so wirklich. Die Speisekarte musste vergangene Woche ausgesetzt werden, um die Küche zu entlasten, zu essen gab’s nur Standards. Klar, denn um halb eins ist der Garten bummvoll mit Menschen, die in genau einer Dreiviertelstunde satt und abkassiert sein wollen. Und der Garten von Zattls neuem Gasthaus hat immerhin 390 Plätze; im Service herrscht freundliches Chaos, das in Verzweiflung umschlägt, wenn die Meldung kommt, dass wieder ein Tisch gegangen sei, weil die Wartezeit zu lang war, oder wenn man dem Gast die traurigste aller Nachrichten eröffnen muss: Das unpasteurisierte Pilsner Urquell gibt’s heute leider nicht. Technischer Defekt hört man hier, „ausgegangen“ dort. Klassischer Fall von gastronomischer Extremsituation, Michael Zattl wirkt blass.

Aber was kann das Lokal wirklich? Es besteht aus fünf Bereichen,


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