Vor 20 Jahren im Falter

Wie wir wurden, was wir waren

Falter & Meinung | aus FALTER 27/09 vom 01.07.2009

Die Modekönigin des Punk erläutert ihre Hinwendung zur Antike

In England leben wir in einer Plutokratie, die sich als Demokratie ausgibt. Die Leute, die andere erziehen, sind die, die Macht über die Medien haben, die Produkte bewerben. Die meisten Menschen ziehen es vor, Zerstreuung und Vergnügen zu haben, als intellektuelle Dinge für sich zu entdecken. Wenn man einmal die Möglichkeit hatte, dieses Potenzial in sich zu spüren, ist es wie eine Droge, dann braucht man dieses Wissen. Aber viele kommen nie so weit, denn wie könnte man es sonst erklären, dass sie ständig mit diesen Ohrstöpseln herumrennen und diese schreckliche Popmusik hören?“

Das äußerte die Grande Dame des englischen Punk, die Modedesignerin Vivienne Westwood im Falter-Gespräch mit Andrea Hurton. Westwood war soeben als Professorin für Mode an der Hochschule für angewandte Kunst ernannt worden.

Hurton staunte schon kaum mehr, als Westwood das antike Griechenland und die Renaissance rühmte. Das seien teilweise


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