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Politik | aus FALTER 27/09 vom 01.07.2009

Dürfen wir mit einem Staat, der auf seine Bürger schießt, Geschäfte machen ?

Bericht: Stefan Apfl, Matthias G. Bernold

Ein Gewitter entlädt sich über der Stadt. Schwere Tropfen prasseln auf die Markise des Wiener Cafés. Darunter sitzen Stephan Grigat und Simone Dinah Hartmann, die beiden Wortführer von „Stop the Bomb“. Sie warnen vor dem aufziehenden Gewittersturm im Nahen Osten. Sie erzählen von der antisemitischen Schnittmenge zwischen Mahmud Ahmadinedschad und Adolf Hitler, von der atomaren Aufrüstung des Iran. Ein nuklearer Holocaust? Sie können ihn nicht ausschließen.

Seit Ende 2007 fordert Stop the Bomb ein umfassendes Embargo und das Ende des „kritischen Dialogs“, den der Westen mit dem Iran führt. Durch das Blut auf Teherans Straßen sehen sie ihre Befürchtungen bestätigt. Es sind zwei Fragen, die nun auftauchen: Wie soll man einem Regime begegnen, das sich vor den Augen der Welt womöglich in eine Militärdiktatur verwandelt? Ist ein Wirtschaftsboykott ein effizientes


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