„Dogmatisch und indoktrinär“

Politik | aus FALTER 27/09 vom 01.07.2009

Yasar Sarikaya tritt als oberster Islamlehrerausbildner zurück. Ein Abschiedsgespräch über Reformunwillen und Doublespeak

Gespräch: Stefan Apfl

Als Yasar Sarikaya, 43, vergangenes Jahr von Frankfurt nach Wien kam, war das ein Zeichen des Aufbruchs. Als Chef der Islamischen Religionspädagogischen Akademie (IRPA) wollte der deutsch-türkische Islamwissenschaftler, der als moderater Reformer gilt, die Ausbildung der Religionslehrer erneuern. Nun schmeißt er den Job hin. Zum Abschied zeichnet er ein besorgniserregendes Bild über die Zustände innerhalb der Islamischen Glaubensgemeinschaft (IGGIÖ).

Falter: Herr Sarikaya, nur ein Jahr nachdem Sie als Ausbildungsleiter für islamische Religionslehrer angetreten sind, werfen Sie das Handtuch. Warum?

Yasar Sarikaya: Der Schulerhalter, also die IGGIÖ in der Person von Präsident Anas Schakfeh, hat mich nicht unterstützt. Und es gab Widerstand von Dozenten und einflussreichen Personen in der IGGIÖ.

Wie hat sich das in der Praxis geäußert?

Sarikaya:


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