„Es wird einen Aufschrei geben“

Politik | aus FALTER 27/09 vom 01.07.2009

Macht Schulden, besteuert die Reichen, überwacht die Banken! Robert Reich, Ökonom und Minister in der Clinton-Administration, über Auswege aus der Krise

Gespräch: Richard Wimmer

Als Mittel gegen die Wirtschaftskrise hat Robert Reich, einer der bedeutendsten Ökonomen in den USA, ein Patentrezept: Stärkere Umverteilung. In den letzten drei Jahrzehnten sei die Mittelschicht ausgeblutet und die Konsumnachfrage allein über Kredite finanziert worden. Damit komme man nun nicht mehr weiter. Selbst die höchsten Managergehälter ließen den Konjunkturmotor nicht anspringen Nur der breite Mittelstand, glaubt Reich, ist in der Lage, jene Güter und Dienstleistungen zu konsumieren, die eine moderne Volkswirtschaft produzieren kann. Für die Vermögenden heißt das: Höhere Steuern. Hauen die Reichen dann ab? Schieben sie ihr Geld ins Ausland? Nur keine Panik, meint Reich, das Geld bleibt da – das zeige die Empirie.

Falter: Herr Professor Reich, sind Sie persönlich von der Wirtschaftskrise betroffen?


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