Zwischen Bonn und Berlin kam Deutschland abhanden

Politik | aus FALTER 27/09 vom 01.07.2009

Anlässlich 60 Jahren deutsches Grundgesetz erklärt Albrecht von Lucke, warum Deutschland seine Republik verloren hätte

Rezension: Robert Misik

Erinnern Sie sich noch an den Verfassungspatriotismus? Diesen Stolz auf den nüchternen Pathos des Grundgesetzes und auf die bürgerliche Gelassenheit der Bonner Bundesrepublik, der irgendwann in linksliberalen Kreisen Mitte der 80er-Jahre um sich griff? Lange nichts von ihm gehört. Klar, das Grundgesetz gibt es weiterhin. Als etwas, das das Institutionengefüge und die demokratischen Verfahren regelt. Und das man schon mal aufweicht, wenn es beim Asylantenabweisen und Terroristenbekämpfen stört.

Albrecht von Lucke, Redakteur der Blätter für deutsche und internationale Politik, ist da nicht zum Lachen zumute. In seiner Streitschrift „Die gefährdete Republik“ zeichnet er den Weg „von Bonn nach Berlin“ nach. Die Bonner Republik war von einem mehrfachen „nie wieder“ geprägt. Nie wieder Faschismus. Nie wieder Weimar. Das erste „nie


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