Wir haben alle einen Vogel!

Medien | aus FALTER 27/09 vom 01.07.2009

Ein Aufstand im Iran, ein Moonwalk am Karlsplatz oder ein beiläufiger Gedanke der Nachbarin: Twitter.com macht süchtig und verändert die Gesellschaft. Wem gehört der revolutionäre Onlinedienst?

Bericht: Ingrid Brodnig

Die deutsche Userin „wortkomplex“ ist neidig: „Nachbarskinder haben ein Planschbecken. Ich nur Kaffee.“ Ihre amerikanische Twitter-Kollegin „worksplay“ zitiert ein Michael-Jackson-Lied: „Heal the world, make it a better place, for you and for me and the entire human race.“ Und im Iran schreibt „oxfordgirl“: „Reasons to remove regime: 160 children under age of 16 on death row.“ Von Alltagsbeobachtungen bis zu politischen Forderungen. All das trudelt zur selben Zeit auf Twitter.com ein.

Twitter ist wie eine Droge. Es macht süchtig, und man versteht den Reiz erst, wenn man es selbst ausprobiert hat.

Auf den ersten Blick wirkt die Idee ziemlich banal: Menschen melden sich online an, um Kurznachrichten mit maximal 140 Zeichen zu verfassen. „Was machst


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige