Und keiner wusste, wo der Hase vergraben liegt

Feuilleton | aus FALTER 27/09 vom 01.07.2009

Die Albertina entging nur knapp einer Katastrophe: 2100 Liter Wasser drangen ins Depot ein, das Bediensystem fiel aus

Reportage: Martin Gantner

Als das Handy von Albertina-Chef Klaus Albrecht Schröder läutet, steht er gerade im Atelier von Damien Hirst in der Grafschaft Gloucestershire, England. Schröder hat drei Tage für das Treffen mit dem teuersten Künstler der Welt veranschlagt, doch er wird Gloucestershire bereits nach 24 Stunden wieder verlassen.

Schröder wollte mit Hirst über eine Rauminstallation, Bilder und eine Vitrine für die Albertina verhandeln, doch es kam anders. Per Telefon erfuhr der Museumsdirektor, dass das Depot der Albertina unter Wasser steht. Schröder verständigt Hirst, Bundesministerin Claudia Schmied, das Kuratorium der Albertina – und besteigt das nächste Flugzeug Richtung Wien.

„Sauer? Ich bin nicht sauer“, sagt er zwei Tage später. Schröder sitzt in seinem Büro im ersten Stock der Albertina und weiß noch immer nicht, was die Ursache dafür ist,


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