„Das Wienerische kommt mit dem Alter!“

Feuilleton | aus FALTER 27/09 vom 01.07.2009

Willi Resetarits und Ernst Molden über Dialekt als Zweitsprache, das Überleben als Musiker und das Problem mit dem Wienerlied

Interview: Wolfgang Kralicek, Klaus Nüchtern

Ernst Molden, 41, und Willi Resetarits, 60, haben sich auf ein Packl gehaut. Der Schriftsteller und Journalist Molden, der sich in den letzten Jahren zu einem der interessantesten Songwriter der Stadt entwickelt hat, und der als Ostbahn Kurti (1985–2003) zu Wiener Weltruhm gelangte Resetarits haben gemeinsam das Album „Ohne di“ (Rezension siehe unten) aufgenommen. Nachdem Molden mit „Foan“ im Vorjahr bereits eine CD mit wienerischen Coverversionen englischsprachiger Songs veröffentlicht hatte, legt er jetzt erstmals ein Album mit eigenen Dialektliedern vor. „Ohne di“ ist die Fortsetzung einer Zusammenarbeit, die vor knapp zwei Jahren begann. Damals hatte Molden für Resetarits die Nummer „Hammerschmidgassn“ geschrieben, die – in verschiedenen Versionen – sowohl auf Moldens vorletztem Album „Wien“


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