Schön ist die Natur, schön auch manchmal die Literatur

Feuilleton | aus FALTER 27/09 vom 01.07.2009

Der Bachmann-Wettbewerb laboriert an altbekannten Symptomen. Immerhin: Jens Petersen gewann völlig verdient, und Josef Winklers Eröffnungsrede war mit Abstand der überzeugendste Beitrag aus Österreich

Resümee: Sebastian Fasthuber

Wer zum ersten Mal nach Klagenfurt kommt, erhält sofort einen Schnellkurs Kärnten. Die Menschen, die einem auf der Straße, im Hotel, in Lokalen begegnen, sind von auffälliger Freundlichkeit. Die Innenstadt erweist sich als lebendiger als in den meisten Städten vergleichbarer Größe, kleine Geschäfte haben sich gehalten. Einen Blick auf den Wörthersee vom Garten des Schloss Loretto hat man da noch gar nicht geworfen. Doch, man kann sich hier für ein paar Tage wohlfühlen, obwohl das Wetter bei den Tagen der deutschsprachigen Literatur schon lang nicht mehr so schlecht war.

Am Eröffnungsabend im ORF-Theater wird Kärnten den Vorurteilen, die man gegenüber diesem Bundesland hegen kann, indes mühelos gerecht. Die anwesenden Politiker sprechen – in einer


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