Die Evolution macht Station in Mittelerde

Feuilleton | aus FALTER 27/09 vom 01.07.2009

In „Ice Age 3“ sind die Dinosaurier los, das Mammut ist schwanger und ein Eichhörnchenmädchen macht der Nuss Konkurrenz

Filmmkritik: Klaus Nüchtern

Obwohl es in Teil zwei schon getaut hat, ist es zu Beginn von „Ice Age 3“ noch einmal richtig kalt, und das ewige Fort-da-Drama von Säbelzahn-Eichhörnchen und Nuss wird einmal mehr in Gang gesetzt, durch das Hinzutreten einer dritten Instanz aber noch komplizierter. Weil Scratte, seidenfellig und von eher füchsischer Phänomenologie, auch auf die Nuss aus ist, weiß Scrat nicht so recht, wohin mit seinem Begehren: Nuss oder Mädchen? Mädchen qua Nuss?

Die Liebe in all ihren Manifestationen ist der Motor, der die Erzählung antreibt: Mammutmädchen Elli ist schwanger, und Mammutmann Manni ganz der nervöse und hypervorsorgliche Vater, wie er ein paar hunderttausend Jahre später ein bisschen Sozialprestige abcashen dürfte. Irgendwie scheint den Machern von „Ice Age 3“ das Testos-teron ausgegangen zu sein: Faultier Sid reichen


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