„Wie, du trinkst keinen Wodka?“

Stadtleben | aus FALTER 27/09 vom 01.07.2009

Wie leben junge Russen in Wien? Jedenfalls anders, als viele Klischees das glauben machen

Reportage: Sofia Khomenko

Auf Mascha Iwanowas Herd brutzelt es. Sie will noch schnell Bliny, russische Palatschinken, vor dem Gespräch fertigmachen. Es ist ihr unangenehm, wenn sie jemand besucht und nichts zu essen kriegt. „Eigentlich hatte ich ja gar nicht vor, nach Österreich zu kommen“, erzählt sie, während sie einen Blin von der Pfanne nimmt. „Ich bin hierher zu meinem Freund gezogen. Jetzt bin ich froh darüber. Ich habe das Gefühl, dass ich hier alle Möglichkeiten habe.“ Iwanowa*, 25, ist Russin und lebt in Wien. Wie die meisten von ihnen ist auch sie Studentin und stammt aus dem Mittelstand.

Sucht man im Internet nach „Russen in Österreich“, dann stößt man bald auf den boomenden Russentourismus, auf kaufwütige Oligarchen – und auf jede Menge Menschen, die sich über derlei Zustände aufregen. In Foren findet man Einträge wie: „Wenn die Russen erst mal da sind, dann gute


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige