Was fährt denn da?

Mobilitätskolumne

Stadtleben | aus FALTER 27/09 vom 01.07.2009

Über rote Ampeln und die Radfahrer

Bericht: Christoph Chorherr

In letzter Zeit werden die Debatten zum Thema „Radler missachten Verkehrsregeln“ heftiger. Wenn eine Radiostation von Anrufern gestürmt werden möchte, holt sie jemanden wie mich ins Studio, und die Telefone beginnen zu kreischen.

Meist versuche ich es mit rationalen Argumenten, vergleiche die verschwindend geringe Zahl jener verletzten Menschen, die „unters Fahrrad“ kamen, mit den Abertausenden, die von Autos gerammt wurden, verweise auf den Wiener Kardinalfehler, Radwege auf Gehwegen anzulegen, und auf die Konsequenz, dass so die schwächsten Verkehrsteilnehmer damit aufeinandergehetzt werden.

Das zugrundeliegende Problem ist ernst und in seiner Konsequenz radikal. Man möge mit einer kritischen Selbstbetrachtung beginnen. Sitzt man hinter dem Steuer eines Autos und leuchtet die Ampel rot, so wird der Befehl unhinterfragt und ohne Anstrengung befolgt: Man bleibt stehen und wartet.

Ganz anders das Verhalten derselben Person


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